Medizinische Diagnostik

Bei uns wird alles das verarbeitet, untersucht und diagnostiziert, was an Untersuchungsmaterial aus dem menschlichen Körper entfernt (z.B. Muttermale, OP-Präparate, ...) oder gewonnen wird (z.B. Abstriche, Punktate, ...).

Geschieht dies im Krankenhaus, so wird das gewonnene Material dem hauseigenen pathologischen Institut zur Untersuchung übergeben.

Die Spitäler, die keine hauseigene Pathologie haben, aber auch die diversen Fachärzte, die Sie als Patient aufsuchen, senden das zu untersuchende Material an ein niedergelassenes pathologisches Labor ihrer Wahl und ihres Vertrauens.

Nach der Verarbeitung, Untersuchung und Diagnosestellung wird der pathologische Befund von uns an den zuweisenden Arzt gesandt, welcher erst dann das weitere Vorgehen mit dem Patienten bespricht und - abhängig vom Befundergebnis - therapeutische Maßnahmen setzt.

Histologie
Zytologie
Mikrobiologie

Die Histologie (griechisch ἱστός histos „Gewebe“ und -logie, gr. λόγος logos „Lehre“) ist die Wissenschaft von den biologischen Geweben. Die Gewebelehre ist ein Teilgebiet der Medizin und der Biologie. Im weiteren Sinn umfasst Histologie die mikroskopische Anatomie, ein Teilgebiet der Anatomie. Die Histopathologie ist die Wissenschaft von den krankhaften Gewebeveränderungen.

In der Histologe werden Gewebeproben untersucht. Dazu werden mikrometerdünne, gefärbte Gewebsschnitte hergestellt und am Lichtmikroskop beurteilt. Die elektronenmikroskopische Untersuchung von wesentlich dünneren Schnitten (0,01–0,5 µm) fällt vorwiegend in den Forschungsbereich.

Die feingeweblichen Untersuchungen in der Medizin dienen verschiedenen Zwecken: Frühdiagnose von Tumoren (z. B. Magenbiopsie), Klassifizierung von Tumoren (gutartig/bösartig), Nachweis von Stoffwechselerkrankungen und parasitären, bakteriellen, entzündlichen Erkrankungen, Hilfe zur Therapiewahl und vieles mehr. Man spricht von morphologischer Diagnostik, da der Befund anhand des Erscheinungsbildes und des färberischen Verhaltens der Gewebestrukturen erstellt wird.

Zum Probengut beim histologischen Arbeiten gehören Operationspräparate (z. B. Magen, Darm, Niere), Probeexzisionen (z. B. Muttermal, Sehnen, Zysten) und Biopsien (z. B. Magen-, Darm-, Brustgewebe-Biopsien). Mit Hilfe der modernen Technik lassen sich schon an winzigen Gewebestückchen (1–2 mm) feingewebliche Diagnosen erstellen. Diese mikroinvasiven Methoden sind für die Patienten schonend und werden oft beiVorsorgeuntersuchungen durchgeführt.

Als Zytodiagnostik (von griech. κύτος kytos

 "Höhlung" = Zelle) wird die Beurteilung von Zellen bezeichnet, die aus ihrem Gewebeverband durch Abstrich, Biopsie (z. B. Feinnadelbiopsie) oder Punktion entnommen wurden. Die Zellen werden mikroskopisch als gefärbtes Präparat auf histologische Veränderungen oder Eigenschaften untersucht, die auf eine Erkrankung hindeuten können.

Die gewonnenen Präparate bzw. abgestrichenen Einzelzellen aus Sekreten wie Harn, Speichel oder anderen Körperflüssigkeiten (z. B. Blut, Schleimhautproben, Magensaft 

oder

des Schleims des Gebärmutterhalses sowie der Vagina) werden zumeist durch Zentrifugationoder Mikrofiltrierung mit Farbstoffen angereichert.

Die Zytodiagnostik dient der Früherkennung von Tumorerkrankungen, Entzündungen und zur Kategorisierung unterschiedlicher Speicherkrankheiten 

(Thesaurismosen). Mit Hilfe der Zytodiagnostik ist es möglich, Vorstadien einer Karzinomentstehung zu beobachten.

In der Gynäkologie haben Abstriche des Gebärmuttermundes eine besondere Stellung bei der Krebsdiagnostik. Diese sogenannten Papanicolaou-Abstriche (PAP-Tests) des weiblichen Genitaltraktes ermöglichen z. B. die Früherkennung des Zervixkarzinoms(Gebärmutterhalskrebs).

Die Bakteriologie (von altgriechisch 

βακτἠριον bakterion ‚Stäbchen‘[1] und λόγος logos ‚Kunde‘, -logie ‚Lehre‘) ist die Wissenschaft, deren Gegenstand der Bau, die Lebensweise, das System und die Identifizierung von Bakterien ist. Sie ist ein Teilgebiet derMikrobiologie. Unter vielem anderen befasst sie sich auch mit pathogenen Bakterien und liefert wichtige Ergebnisse für die Medizin und damit zur Krankheitsbekämpfung.

Bakterien sind selbständige Lebewesen, die eine Zellstruktur besitzen und die zum Leben erforderliche Energie durch einen eigenen Stoffwechsel gewinnen.